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Die Welt der Vorurteile

Ágnes Heller / Geschichte und Grundlagen für Menschliches und Unmenschliches

Ágnes Heller greift zurück bis in die Antike, um zu zeigen, unter welchen Umständen Vorurteile entstehen können. Sie fragt nach gesellschaft­lichen und psychologischen Voraussetzungen und analysiert die grundlegenden Vorurteile der Moderne: rassische, ethnische und religiöse Vorurteile, Klassenvorurteile, Vorurteile gegen Frauen und sexuelle Vorurteile. Von Sokrates bis Shakespeare, von Leibniz über Weber bis Foucault und Luhmann führt uns die Grande Dame der Philosophie vor Augen, was sie auch persönlich im 20. und 21. Jahrhundert erlebt hat und noch erlebt: einen ganzen Kosmos von Vorurteilen.

„Wann kann sich ein Mensch bewusst werden, dass er bisher ein Vorurteil hatte? Wird er sich dessen bewusst, hat er kein Vorurteil mehr. Wie kommt es dazu?
Erstens: durch Diskussion mit anderen. Wenn ein anderer jemanden überzeugt, dass das, was er für wahr hält, nicht wahr ist, muss er offen gegenüber anderen Argumenten sein. Wenn er ein starkes Vorurteil hat, dann lässt er sich nicht von etwas anderem überzeugen.
Zweitens: durch persönliche Erfahrungen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen. Das kann auch eine plötzliche, große Erfahrung sein, zum Beispiel eine ­Liebeserfahrung oder eine religiöse Erfahrung.
Es gibt immer die Möglichkeit, ein Vorurteil hinter sich zu lassen, doch dazu gehört viel.“

Ágnes Heller
Die Welt der Vorurteile
Geschichte und Grundlagen für Menschliches und Unmenschliches
160 Seiten
ISBN 978-3-902968-03-6
Hardcover
Format 16 cm x 24 cm
Preis € 24,–

auch als E-Book erhältlich